EDU-IDs schulweit erstellen

Mit den neuen EDU-IDs, die Schulen generieren und dann an ihre Schülerinnen und Schüler ausgeben können, steht Ihnen ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem Sie Schülerinnen und Schüler lizenzpflichtige Unterrichtsmedien auch für die häusliche Nutzung zugänglich machen können. Das Besondere daran ist, dass zur Nutzung der Medien keine personenbezogenen Daten der Schülerinnen und Schüler verarbeitet werden müssen.

Wie Sie die Ausgabe und Verwaltung der EDU-IDs  am einfachsten organisieren, erklären wir in diesem Artikel.

Zunächst einmal ist unser System so eingestellt, dass grundsätzlich jede Lehrkraft für jede Lerngruppe EDU-IDs erzeugen kann. Es geht sogar so weit, dass jede Lehrkraft dabei beliebig viele Lerngruppen selbst anlegen kann. Der Grund für diese maximale Offenheit liegt darin, dass wir einen schnellen und niederschwelligen Einstieg ermöglichen wollen, der jeder einzelnen Lehrkraft einen sofortigen Beginn ermöglicht und keine Abhängigkeiten im System ihrer Schule schafft. Der Haken dabei liegt aber auf der Hand: wenn viele Kolleginnen und Kollegen unkoordiniert davon Gebrauch machen, werden Schülerinnen und Schüler mehrere EDU-IDs erhalten, für die unterschiedliche Medienlisten freigeschaltet sind, sodass die sie irgendwann im Chaos unterschiedlicher Zugangs-IDs zu unterschiedlichen Medien durcheinander kommen werden…

Also: Jeder Schüler sollte möglichst nur eine EDU-ID erhalten!

Wir empfehlen dringend, jeder Schülerin und jedem Schüler zum Beginn eines Schuljahres eine EDU-ID auszustellen und dies schulweit zu organisieren. Dies ist schnell für jede Klasse erledigt:

  • Anzahl der Schlüssel eingeben – so viele, wie Schüler in der Klasse sind, plus noch Reserve für neue Schüler (können aber auch später hinzugefügt werden). Im Kurssystem der Oberstufe am besten für den ganzen Jahrgang
  • Jahrgangsstufe auswählen
  • Klassenbezeichnung eingeben (bei Oberstufen im Kursystem am einfachsten die Bezeichnung der Jahrgangsstufe)

Danach können die EDU-IDs ausgedruckt werden. Man erhält eine Liste, auf der man festhalten kann, wem welche ID ausgegeben wurde, sowie einige Seiten mit Abschnitten, die den Schülerinnen und Schülern ausgehändigt werden. Gleichzeitig sollten Sie, noch ein Exemplar mit Elterninformationen mit auszuteilen. Einen Textvorschlag finden Sie ganz unten auf dieser Seite.

Wer sollte die Erstellung der EDU-IDs koordinieren?

Selbst für ein großes Gymnasium oder eine große Gesamtschule sind die EDU-IDs für alle Klassen in rund zwei Stunden erzeugt und die Blätter ausgedruckt.

Vorschlag 1 wäre also: alle EDU-IDs werden zentral für die Schule erzeugt, z.B. vom Medienkoordinator oder vom Sekretariat. Diese könnten z.B. von den Klassenleitungen an die Schülerinnen und Schüler verteilt werden. Die Klassenleitungen notieren dabei, wer welche EDU-ID bekommen hat.

Vorschlag 2 wäre etwas dezentraler:

  • die EDU-IDs eines Jahrgangs werden von den Jahrgangsstufenkoordinatoren erzeugt und verteilt,
  • die Klassenleitungen erzeugen und verteilen die EDU-IDs für ihre Klasse.

Wie auch immer man die Aufgaben verteilt: wichtig ist, dass es flächendeckend organisiert wird.

Wer profitiert von einer zentralen Erstellung der EDU-IDs?

Alle! Sobald die EDU-IDs an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben sind, braucht sich bis zum nächsten Schuljahr niemand mehr um EDU-IDs zu kümmern. Alle Kolleginnen und Kollegen können Medienlisten für alle Schülerinnen und Schüler freigeben. Am meisten profitieren aber die Lernenden, um die es ja eigentlich geht: denn nur ein funktionierendes System wird auch genutzt – und nur wenn es genutzt wird, erfüllt es seinen Zweck.

Textvorschlag für ein Informationsschreiben

Da die EDU-IDs von den Schulen ausgestellt werden, ist es auch in der Verantworrtung der Schulen, die Nutzerinnen und Nutzer über die EDU-IDs zu informieren, bzw. die Nutzerinnen und Nutzer über mögliche Folgen missbräuchlicher Nutzung aufzuklären.

Als Hilfestellung haben wir einen Textvorschlag erarbeitet, den Sie einfach über die Zwischablage kopieren und z.B. in Ihrer Textverarbeitung weiterverarbeiten können.

–nachfolgenden Text bitte kopieren—–

Liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte Erziehungsberechtigte,

das Medienzentrum des Rhein-Sieg-Kreises stellt durch seinen Online-Dienst allen Schulen im Kreisgebiet digitale Filme und andere Medien für den Unterricht in allen Fächern zur Verfügung. Bislang hatten ausschließlich Lehrkräfte Zugang zu diesem Angebot. Die Möglichkeit, das Medienangebot online zu nutzen, wurde jetzt auch auf Schülerinnen und Schüler ausgeweitet. Hierbei ist Folgendes zu beachten:

Für den Zugang ist eine sogenannte EDU-ID erforderlich. Diese ist ein anonymer Schlüssel, den Schülerinnen und Schüler von der Schule ausgehändigt bekommen. Eine EDU-ID gilt in der Regel bis zum Ende des laufenden Schuljahres. EDU-IDs müssen sicher aufbewahrt werden und dürfen selbstverständlich nicht weitergeben werden.

Alle Medien, die über die EDU-ID zugänglich gemacht werden, sind urheberrechtlich geschützt. Das bedeutet, dass diese Medien ausschließlich für das schulische Lernen genutzt werden dürfen. Keinesfalls ist es gestattet, die Medien weiterzugeben oder sogar auf Videoplattformen oder in sozialen Netzen zu verbreiten. Wer dies dennoch tut, muss mit entsprechenden Maßnahmen seitens der Urheber rechnen.

Eine Speicherung personenbezogener Daten auf den Servern des Medienzentrums findet bei Zugang über eine EDU-ID nicht statt. Bei Missbrauch einer EDU-ID kann aber die ausstellende Lehrkraft ermittelt und über diese festgestellt werden, wer für den Missbrauch verantwortlich ist.

Für den Fall, dass Medien aus technischen Gründen nicht online genutzt werden können (z.B. bei zu langsamer Internetverbindung), sprechen Sie bitte die jeweilige Lehrkraft an, damit eine andere Lösung gefunden werden kann.

—Ende—